EU hält erstes Gipfeltreffen mit zentralasiatischen Ländern ab
Die Europäische Union und fünf zentralasiatische Länder halten am Donnerstag und Freitag ihr erstes hochrangiges Gipfeltreffen ab, um die diplomatischen und Handelsbeziehungen zu stärken.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, reisten heute nach Samarkand, Usbekistan, um sich mit führenden Politikern aus Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan zu treffen.
Ziele: Der Zweck des Gipfels ist es, zu diskutieren:
• EU-Investitionen in die Industrie und Infrastruktur Zentralasiens
• Zusammenarbeit bei sauberer Energie, insbesondere bei kritischen Rohstoffen
• Bewältigung von Sicherheitsherausforderungen, einschließlich der Ukraine
• Tourismus
Diversifizierung: Sowohl die EU als auch Zentralasien sehen den Gipfel als Chance, ihre Handelsbeziehungen auszubauen, insbesondere angesichts der jüngsten Handelszölle der Vereinigten Staaten.
Obwohl dieser Gipfel ein Versuch der Diversifizierung ist, planen beide, gute Beziehungen zu bestehenden Partnern wie Russland und China aufrechtzuerhalten.
Es geht nicht darum, China und Russland ernsthaft herauszufordern, sondern vielmehr darum, in einigen Sektoren Alternativen anzubieten, in einigen Sektoren zu konkurrieren, insbesondere bei Rohstoffen und bei der Konnektivität.
– Dr. Stefan Meister, Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige PolitikDie zentralasiatischen Länder versuchen, eine so genannte Multivektor-Außenpolitik zu betreiben, was bedeutet, dass sie bereit sind, mit verschiedenen Akteuren zusammenzuarbeiten, ohne einen von ihnen zu verprellen. Sie würden gerne von allen Seiten profitieren.
– Dr. Anna Matveeva, Senior Visiting Research Fellow am King's College London
Historisch: Der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev sagte, der Gipfel sei eine „historische Chance“ für Zentralasien – eine Partnerschaft mit der EU würde dessen Industrie- und Kundenbasis erheblich erweitern.
Auch für die EU ist es lukrativ, da die zentralasiatischen Staaten über große Reserven an Rohstoffen und seltenen Erden verfügen.
Prophezeiung: In der Bibel wird eine europäische Handelspartnerschaft mit Asien prophezeit. In Jesaja 23 heißt es, dass dieser „Mart der Nationen“ (Vers 3) von „Kittim“ (Vers 1) angeführt wird, dem biblischen Namen für das heutige China. Dieser Markt wird viele andere asiatische Nationen sowie „Tyrus“, das heutige Europa, umfassen.
Da die Handelsbeziehungen zwischen Europa und Amerika angespannt sind, sollten Sie genau beobachten, wie sich die EU anderen Bereichen zuwendet.